Im Dezember ist definitiv viel passiert. Wir haben Weihnachten gefeiert, wir haben Zeit mit unseren Lieben verbracht, wir haben uns eine Auszeit gegönnt, wir haben das neue Jahr verabschiedet.

GELESENES

Außerdem habe ich im Dezember ganze acht Bücher gelesen! Beendet habe ich zunächst Sofies Welt von Jostein Gaarder, eines meiner liebsten Bücher. Wer schon immer einmal etwas über die Geschichte der Philosophie wissen wollte, der ist mit diesem unterhaltsamen Roman gut beraten. Hier mal meine Zwischen-Gedanken zum Buch.

Von Robert Seethaler habe ich gleich zwei Romane gelesen. Mir haben sowohl Ein ganzes Leben als auch Der Trafikant gut gefallen. Der Autor schafft es durch seinen schlichten Schreibstil den Themen etwas von ihrer Schwere zu nehmen. Zugleich entspricht dieser einfache Stil auch der Charakterisierung der jeweiligen Protagonisten. Einfach wunderbar! Hier findest du meine Zwischen-Gedanken zu Der Trafikant.

Endlich habe ich auch Bob und wie er die Welt sieht von James Bowen gelesen. Ohne die Buchmesseblues-Challenge würde das Buch womöglich immer noch ungelesen im Regal stehen. Der zweite Band hat allerdings nicht mehr den gleichen Zauber in mir gewirkt wie Bob, der Streuner.

Das kalte Herz von Wilhelm Hauff hat mir unglaublich gut gefallen. Klein, aber fein! Die moralische Botschaft, die das Märchen vermittelt ist wunderbar und heute nicht weniger aktuell. Unbedingt lesen!

Ernest van der Kwast hat Die Eismacher geschrieben. Der Roman handelt im Wesentlichen von den Traditionen einer Familie aus Eismachern und wie diese mit dem Bruch solcher Traditionen umgeht. Ich stehe dem Buch sehr zwiegespalten gegenüber, was ich in einer Rezenson noch ausführen werde. Fest steht in jedem Fall, dass ich noch nie so viel über das Eismachen erfahren habe!

Total umgehauen hat mich Die Vegetarierin von Han Kang gleich im zweifachen Sinne. Der kurze Roman ist nicht nur unheimlich gut und Gesellschaftskritisch, sondern auch unheimlich verstörend und surrealistisch. Es ist wichtig anzumerken, dass der Vegetarismus als solcher in diesem Buch keine große Rolle spielt. Vielmehr geht es um psychische Leiden und Sehnsüchte der Menschen. Es ist ein tiefer Blick in die Abgründe einzelner Individuen, welche nicht im gesellschaftlichen Gleichstrom schwimmen. Es ist ein Buch der Exreme.

Den Lesemonat habe ich mit Altes Land von Dörte Hansen abgeschlossen. Es ist ein interessanter Roman über Flüchtige, die ankommen wollen und das Alte Land als Ziel wählen – sei es nach dem Krieg oder die Flucht aus der Großstadt. Nicht zuletzt setzt sich der Roman mit dem Landleben außeinander. Die Sichtweise traditionell beheimateter Landleute wird in Kontrast gestellt zu den idyllischen Vorstellungen von Entschleunigung und Rückbesinnung auf Naturgegebenes. Es ist ein unterhaltsames Buch, das zum Nachdenken anregt.

CHALLENGES

Die Buchmesseblues-Challenge ist leider schon wieder vorbei und neidvoll blicke ich auf die Gewinner: Herzlichen Glückwünsch! Doch Gewinn hin oder her. Meine allererste Challenge hat mir extrem gut gefallen und ich hab fast alle Aufgaben erfüllt. Tatsächlich habe ich mir in dem Zeitraum kein einziges Buch gekauft (lassen wir kostenlose Rezensionsexemplare mal außen vor). Ich bin froh darüber, Bücher gelesen zu haben, die zum Teil schon lange ungelesen in meinem Regal stehen.

Weil mir die Challenge so unglaublich gut gefallen hat, habe ich zusammen mit Anka von Tales and Memories ebenfalls eine kleine Überraschung für dich geplant. Mehr dazu erfährst du in wenigen Tagen. Ich kann es kaum erwarten!

An welchen Challenges ich dieses Jahr mitmache, habe ich noch nicht entschieden. Das lasse ich jetzt erstmal entspannt auf mich zukommen.

KUNST

Anhand meiner täglichen Beiträge ist es kaum zu übersehen. Ich habe das Projekt Aquarell-Tagebuch gestartet und es läuft gut. Leider bin ich ab und an mal ein oder zwei Bilder in Verzug, sodass ich manchmal gleich zwei Bilder male. Größer ist mein Zeitpuffer nicht, wenn ich die Bilder auf meinem Blog hochlade. So gerate ich dank der Verpflichtung zu einem täglichen Posting nie zu sehr in Verzug mit meinen Aquarellen und bleibe in einem regelmäßigen Rhytmus. Ich bin längst nicht mit allen Bildern zufrieden, merke aber, dass ich immer mehr Gefühl für das Aquarellmalen entwickle. Ich erwische mich dabei, dass ich neue Bildideen inzwischen immer erst in Aquarell statt in Acryl denke. Leider habe ich die fieberhafte Gunst der Stunde nie genutzt, um diese spontanen Ideenblitze umzusetzen. Stattdessen habe ich diese Ideen mit Bleistift skizziert, um mich nach dem Aquarell-Tagebuch an erste Umsetzungen zu wagen. Denn zunächst möchte ich die aktuelle Phase des Reproduzierens fremder Motive anhand verschiedener YouTube Tutorials abschließen, bevor ich etwas eigenes beginne.

BLOGGIGES

Aktuell bin ich ganz zufrieden mit meinem Blog und strebe keine Veränderungen an. Ich spiele jedoch mit dem Gedanken, mein Submenü weiter auszubauen, damit du als Leser schneller findest, was du suchst. Diesen Gedanken lasse ich erstmal weiter reifen, bis ich mir über eine sinnvolle Struktur bzw. über entsprechende Menüpunkte im klaren bin.

Ansonsten plagt mich ein wohl gängiges Problem unter Buchbloggern: Ich hätte gerne mehr Rezensionen geschrieben. Ich merke, dass ein Teil der Zeit, die ich sonst für Rezensionen hatte, aktuell für das Aquarell-Tagebuch drauf geht. Ich kann schließlich nicht den ganzen Tag nur vor meinem Blog sitzen. Stattdessen freue ich mich lieber darüber, dass der Bildwerke-Anteil meines Blogs dem Wortwerke-Anteil derzeit endlich einmal das Wasser reichen kann.

Und wie war dein Dezember?
Und nicht vergessen: Ein frohes neues Jahr wünsche ich!

 

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