Immer Mitte der Woche berichte ich dir von meinen Eindruck zu einem ausgewählten Buch, in das ich gerade versunken bin. Ich halte das für spannend, weil mir zumeist das Ende des jeweiligen Buches noch unbekannt ist und du mit mir mitfiebern kannst. Solltest du das Buch schon gelesen haben, mache ich dich vielleicht auf Textpassagen aufmerksam, die du gar nicht mehr präsent hattest. Vielleicht mache ich dich aber auch einfach auf ein Buch aufmerksam, dass du noch gar nicht kennst? Ich bin total gespannt, wie die Blogreihe bei dir ankommt!


Der Duft von Eisblumen – Veronika May – 2016 – Verlag Diana

Aktueller Lesestatus: Seite 179 von 367
ISBN: 978-3-453-35881-2

Der Roman ist in meinen Augen ein typischer Frauenroman. Was heißt typisch? Es gibt eine Art Frauenroman, in welchem die Protagonistin zu Beginn nahezu alles verliert oder einschneidende Ereignisse erlebt, sodass ihr Weltbild aus den Fugen gerät. In einer Selbstfindungsphase verändert sich ihre Sicht auf ihr bisheriges Leben nach und nach, sodass sie Veränderung anstrebt, um glücklich zu werden – nicht selten geht das mit einer neuen großen Liebe einher. So eine Art Roman meine ich und so eine Art Roman ist Der Duft von Eisblumen.

„Sie mögen sie, nicht wahr?“ (177)

Obwohl ich genug solcher Bücher lesen habe, um eine solche Handlung sofort zu erkennen, macht mir das Lesen wirklich Spaß. Denn wenn man weiß, was einen erwartet, einen das nicht abschreckt und man merkt, dass die Erwartungen eintreten, liest man doch genau das, was man lesen möchte, nicht? Genau so geht es mir mit diesem Buch zumindest. Ich hatte unheimlich Lust auf genau diese Art von Unterhaltung, die zwar klischeehaft ist, aber dafür einfach viel Positives in mir weckt. Ganz nebenbei lerne ich noch einiges über die Pflanzenwelt, welche fast mehr als eine Nebenrolle zu spielen scheint.

Nicht zuletzt gibt es ein paar spannende Elemente, denn die alte Dame, welche von der Protagonistin Rebekka betreut wird, hat interessante Geheimnisse. Genauso der Gärtner der Dame, Taye.

„Ebenso wie die vielen, geschnitzten Würfel in der morschen Truhe schien das Bändchen zu den Erinnerungsstücken der alten Dame zu gehören. Sie bildeten die Mosaiksteinchen zur Geschichte einer Frau, die offensichtlich ein bewegtes Leben hinter sich hatte.“ (147)

„Sie konnte nicht ahnen, dass Taye die Wahrheit gesagt hatte. Er brauchte den Job bei ihr. Auch wenn sie den Grund dafür nicht kannte. Denn das würde vorerst sein Geheimnis bleiben.“ (178)

Ich habe so eine Ahnung, wohin die Geschichte führen wird und bin gespannt, ob es sich bewahrheitet. Es ist auf jeden Fall unterhaltsam zu lesen, wie die Dickköpfigkeit der blumenliebenden alten Dame gegen den Dickkopf der Karrierefrau aus der Werbebranche prallt. Irgendwann werden die beiden sich schon erweichen.

Kennst du den Roman?

 

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tarlucy

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