Immer Mitte der Woche berichte ich dir in Form eines Kurzbeitrags jeweils von meinem Lesestatus. Dabei geht es weniger um das simple durchgeben aktueller Seitenzahlen zu Büchern, die ich gerade lese. Vielmehr möchte ich meinen Eindruck zu einem ausgewählten Buch schildern, in das ich gerade versunken bin. Ich halte das deshalb für spannend, weil mir zumeist das Ende des jeweiligen Buches noch unbekannt ist und du mit mir mitfiebern kannst. Solltest du das Buch schon gelesen haben, mache ich dich vielleicht auf Textpassagen aufmerksam, die du gar nicht mehr präsent hattest. Ich bin total gespannt, wie die Blogreihe bei dir ankommt!

Falls auch du Lust hast, dich der Blogreihe anzuschließen, gib mir einfach kurz bescheid. Den Header kannst du dann übernehmen und in meinen wöchentlichen Beiträgen würde ich dich direkt verlinken.


Dreams of Gods and Monsters. Zwischen den Welten 3 – Laini Taylor – 2015 – FJB Verlag

Aktueller Lesestatus: Seite 409 von 779
ISBN: 978-3-8414-2232-3

Ich stecke gerade mitten in der Geschichte. Ich bin so sehr abgetaucht, dass es mir fast schwer fällt, das Buch für die Dauer des Beitrag aus der Hand zu legen. Als mich das Buch über ReBuy erreicht hatte, habe ich nicht schlecht gestaunt. Es ist so dick! Ich habe mich gefragt, was denn da noch alles an Handlung kommt? Die beiden Vorgängerbände waren nicht ansatzweise so umfassend. Jetzt kann ich sagen: Da kommt so einiges! Es sind so viele Blickwinkel und Erzählstänge, die gekonnt miteinander verwoben sind, dass es mich umhaut. Laini Taylor hat in ihrem letzten Band der Trilogie scheinbar nochmal alles gegeben.

Ich bin total gespannt auf die erste richtige Begegnung mit dem Stelianern, beziehungsweise darauf, welche Rolle sie am Ende noch spielen. Einen anderen Erzählstrang finde ich jedoch recht mysteriös. Ich bin mir nicht sicher, worauf die Geschichte rund um die Wissenschaftlerin Eliza hinführen wird. Das sorgt für Spannung. Damit kann ich als Leser nicht kalkulieren, denn Eilzas Funktion in der Geschichte ist bisher quasi unberechenbar. Interessant finde ich aber ihre Unterhaltung mit Dr. Chaudhary:

„Ist ein anderes Universum größer oder kleiner als die Vorstellung von Gott? Spielt das überhaupt eine Rolle? Gibt es ein Gebiet, in dem ‚Engel‘ leben, ist es eine Frage der Semantik, ob wir es ‚Himmel‘ nennen?“ (361)

„Einen solchen Horizont und einen solchen Himmel von hier zu beobachten machte es ein bisschen greifbarer, dass man, von der Schwerkraft festgehalten, auf einem riesigen Felsen klebte, der mit hoher Geschwindigkeit dahinsauste. Und von dort war es nur ein kleiner Schritt, sich die Unermesslichkeit vorzustellen, die diesen Felsen umgab: das Universum, zu groß, um es mit dem Verstand zu erfassen – und das war natürlich nur das eine Universum.“ (361f)

Ein anderer Charakter schafft es, mich mit seiner inneren Wandlung total zu überraschen! Ebenjener Charakter, dessen Namen ich aus Spoilergründen nichr nennen werde, macht sich beispielsweise diese Gedanken:

„Was für eine Rolle spielt es denn, wie sein Gesicht früher ausgesehen hat? Er könnte sterben dort unten – erneut und für immer. Was bedeutet denn ‚wahr‘ bei einem Gesicht? Nur Seelen sind wahr, und wenn man sie in die Luft verschüttet, dann lösen sie sich auf […]. Wieso hat sie nur so lange gebraucht, um die Kostbarkeit des Lebens zu fühlen?“ (405f)

Und überhaupt: Laini Taylor hat ein Händchen für tolle Charakterzeichnungen! Wenn es ein Autor schafft, mir für einen Charakter nur verständnisloses Kopfschütteln zu entlocken und im weiteren Verlauf selbigem Charakter auf ungemein authentische Weise  Symphatie verleiht, hat er es einfach drauf.

Wie findest du das Buch? Hast du die Reihe bereits gelesen oder es noch vor? Ich kann die Trilogie und ganz besonders den letzten Band wirklich weiterempfehlen!

 

Mehr Buchtastische Zwischen-Gedanken:
tarlucy

 

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