Buch_ShannaraElfensteineBuchrezension.
Die Shannara-Chroniken – Elfensteine. Terry Brooks. 2016. Originalausgabe 1982.

Der Ellcrys, der heilige Baum der Elfen, stirbt. Mit ihm vergeht allmählich der Bannzauber über die Dämonen. Allein Amberle Elessedil, die Tochter des Elfenkönigs, ist dazu in der Lage, dem entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck muss sie eine lange und gefährliche Reise auf sich nehmen. Begleitet wird sie von Wil, der zugleich Träger der Elfensteine ist. Die ersten Dämonen haben die magische Grenze bereits überwunden.

Das Buch ist schon 1982 erschienen, jedoch in folgende Titel unterteilt: Die Elfensteine von Shannara, Der Druide von Shannara und Die Dämonen von Shannara. Das Buch dient außerdem als Grundlage für die aktuell erschienene Serie The Shannara Chronicles. Diese habe ich jedoch bisher nicht gesehen.

Wie in der Vorgeschichte Das Schwert der Elfen, so geht es auch hier um die gefährliche Suche nach etwas, das man dem Bösen entgegensetzen kann. Zusammenhalt und der Glaube an die Gefährten und an sich selbst werden hier großgeschrieben. Doch nicht zuletzt spielen auch epische Schlachten eine entscheidende Rolle im Kampf gegen das Böse. Die Ähnlichkeit zu Tolkien habe ich bereits in der Rezension zu Das Schwert der Elfen erwähnt.

Schön finde ich die vielen Bezüge, die Brooks nun zu genannter Vorgeschichte knüpft. Diese spielt sich etwa fünfzig Jahre zuvor ab, sodass der Leser die Chance hat, wesentlichen Charakteren oder Elementen „von damals“ zu begegnen. Diese Vergangenheit legt zum Teil den Grundstein für die Sinnhaftigkeit der weiteren Erzählung und reichert die Geschichte zusätzlich an. Auf diese Weise erschafft Brooks eine umfassende Fantasiewelt, die noch längst nicht in allen Facetten auserzählt ist.

Die Charaktere erfahren durchweg eine individuelle Zeichnung und sind damit in ihren Stärken und Schwächen unverwechselbar. Diese Charaktere tragen den Leser durch die Geschichte. Manche Geschehnisse wirken dabei etwas vorhersehbar oder langatmig wie für mich die Schilderung der Schlachten. Doch dies wird von eingestreuten, unvorhersehbaren Ereignissen wiederum durchbrochen.

Wie in der Vorgeschichte, so kann ich auch hier nur wieder das Fehlen einer Kartendarstellung bemängeln. Diese hätte ich sicher das ein oder andere Mal gern zu Rate gezogen, um mir die Wanderungen durch die vielen verschiedenen Gebiete lebhafter vorstellen zu können.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen, sodass ich es gerne denjenigen empfehle, die Fantasy nach Art von Tolkien mögen. Die Geschichte rund um Amberle ist sicher auch verständlich, ohne die Vorgeschichte gelesen zu haben, da Ereignisse aus der Vergangenheit größtenteils erklärt werden. Ich bin jetzt erstmal gespannt darauf, wie mir die Serienentsprechung gefallen wird.

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