Buch_ShannaraSchwertElfenBuchrezension.
Die Shannara-Chroniken – Das Schwert der Elfen. Terry Brooks. 2016. Originalausgabe 1977.

Shea Ohmsford lebt zufrieden in dem kleinen Ort Schattental. Erst der mysteriöse Zauberer Allanon sorgt mit seinen Aussagen über drohende Gefahren und Sheas Vermächtnis für große Aufregung. Shea ist der letzte Nachfahre des Elfenhelden Shannara. Nur er allein kann das verzauberte Schwert von Shannara gegen den mächtigen Hexenmeister Brona führen.

Terry Brooks ist schon als Kind begeisterter Tolkien-Fan, sodass die vielen Parallelen zu Der Herr der Ringe kaum unbemerkt bleiben. Auch dieses Buch lebt von einer abenteuerlichen Suche, verbunden mit einer langen und gefährlichen Heldenreise im Kampf gegen das Böse.

Das Buch ist in deutscher Übersetzung bereits 1978 in folgende Titel unterteilt erschienen: Das Schwert von Shannara. Der Sohn von Shannara. Der Erbe von Shannara. Es bildet damit die Vorgeschichte zur aktuell erschienen, gleichnamigen Serie.

Die Charaktere sind wunderbar ausgestaltet und erscheinen dem Leser durch und durch als einzigartige Individuen mit eigenen Stärken und Schwächen. Das Buch lebt von den Charakteren und von der weiten phantastischen Welt, die Brooks geschaffen hat. So erwächst aus einem unscheinbaren Erzählstrang am Anfang eine umfangreiche Erzählung mit vielen Verästelungen, die hin und wieder zusammenfinden. Der Leser verfolgt auf diese Weise einzelne Charaktere auf ihrer Reise und springt stets zwischen den Sichtweisen und Situationen hin und her. Das ist sehr abwechslungsreich und steigert die Spannung. Das Buch hat mich sehr unterhalten und wartet am Ende mit einer schönen Botschaft auf.

Ich persönlich bin kein Fan von ausschweifenden Schlachten und Kriegsschilderungen. Doch der Umfang in diesem Buch war für mich vollkommen okay. Es gab insgesamt ein paar wenige Passagen, die mich verwirrt haben, doch darüber kann man leicht hinwegsehen, stimmt doch das Gesamtpaket. Wenige Stellen waren etwas langatmig, andere dagegen unerwartet rasant. Doch das ist gut auf die Situationen und Eindrücke der Charaktere abgestimmt und steigert den Kontrast gegenüber den schnelllebigen Perioden. So wie es sich eben für ein echtes Abenteuer gehört.

Der Roman beinhaltet offenbar keine Kartenabbildung. Das ist sehr schade, denn es werden viele Reisewege geschildert und viele Ortschaften und Gebiete genannt. Es hätte sich sehr gelohnt, diese in einer Übersicht für den Leser zusammenzuführen.

Letztlich kann ich dieses Werk jedem empfehlen, der auch Der Herr der Ringe mag und offen für eine ähnliche Geschichte ist. Zugegebenermaßen kann ich das nur anhand der Filme beurteilen, weil Der Herr der Ringe erst neuerdings in meinem Regal steht und noch darauf wartet, gelesen zu werden. Man sollte jedoch beachten, dass sich Terry Brooks doch auffällig nahe an Tolkien anlehnt. Man könnte Brooks Geschichte nach den mittlerweile recht vielseitigen Entwicklungen im Phantasiegenre auch bloß als alten Abklatsch von Der Herr der Ringe bezeichnen. Das bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde die Shannara-Chroniken ganz klar weiterverfolgen!

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